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Das Kloster des heiligen Arsenios

 

Zwischen dem ersten und dem zweiten Finger der Chalkidiki gelegen, ist das Kloster des heiligen Arsenios ein Ausflugsziel für jedermann. In den Bergen des Ortes Vatopedi liegt dieses wunderbare griechisch- orthodoxe Männerkloster und bietet viel mehr, als nur eine unglaubliche Aussicht auf den Toroneischen Golf und die Kassandra.

Ca. 90 km von Thessaloniki entfernt, in den Bergen von Vatopedi, liegt das Kloster des heiligen Arsenios aus Kapadokien. Bevor etwas über das Kloster erwähnt wird, muß man über den Namensgeber und Heiligen mehr erfahren.

Geboren wurde er um ca. 1840 in Farassa Kapadokien. Die Eltern hatten außer ihm noch einen weiteren Sohn mit Namen Vlassios, und er hieß Theodoros (Geschenk Gottes) später dann Arsenios. In jungen Jahren verloren die beiden Brüder Ihre Eltern. Theodoros wählte das Mönchstum für seine Zukunft und trat im Alter von 26 Jahren dem Kloster Flavios des Prodromos ein. Er soll große geistige Fähigkeiten gehabt haben, die ihn dazu befähigten, den seelischen Schmerz seiner Mitbrüder, aber auch aller Weltlichen durch seine Worte zu lindern.

Er soll Frauen, die unfruchtbar waren, durch seinen Segen zu Nachwuchs verholfen haben. Genauso hatte er großen Einfluss auf die Genesung von Kranken und geistig gestörten Menschen. Er soll niemals Geld angenommen haben und sich ausschließlich von Sach-Spenden unterhalten haben. Gestorben ist der Heilige Arsenios am 10. November 1924 auf dem Berg Athos.

Das Kloster des Heiligen Arsenios ist ein großartiges Ausflugsziel. Sowohl die Gebäude, und insbesondere die Kirche ist mehr als sehenswert. Wichtig ist, die Kleiderregelung zu beachten. Im Notfall wird aber von den Mönchen auch Behelfskleidung bereitgehalten.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 04.00 Uhr in der Früh bis 14.00 Uhr. Bei einem Ausflug zum Kloster kann man am gleichen Tag auch das Frauenkloster in Ormilia besuchen. Es liegt nur ca. 5 km entfernt.

Lesen Sie den Erfahrungsbericht eines Besuchers:

Was suchen Besucher oder Pilger, die, um ein Kloster auf dem Berg Athos zu besuchen, z.T. lange Fußmärsche und Strapazen auf sich nehmen? Diese Menschen werden vielleicht antworten, Liebe, Trost, Frieden oder einfach nur einen Hinweis auf Gott.

Ist die Frage, was sucht ein Mensch, der sich für das Klosterleben als Mönch entscheidet, nicht um vieles wichtiger?

Auch wir haben diese Frage oft diskutiert und hatten jedes Mal Antworten, die vielleicht richtig oder z.T. richtig sind. Haben wir denn tatsächlich erwartet, diese Fragen einfach so beantworten zu können? Vielleicht kann uns der Abt, eines der Klöster auf dem Berg Athos, mit seinen Worten die Antwort auf diese Frage näher bringen:

Das Mönchsdasein ist der Versuch des Gläubigen und der Sehnsucht des Menschen frei zu leben, glücklich zu leben und seinen Weg mit Gott zu gehen. Es ist der Weg zu Gott. Je mehr wir mit dem Heiligen Geist leben, ihn suchen, um so mehr sind wir Mönche.

Ein tiefes Mysterium ist das Leben der Mönche hinter den Klostermauern, vor dem die Pilger nur die Gnade haben, kurz Einblick zu nehmen und den Herrn zu spüren.

Wenn man den Mönchen begegnet und in ihre immer freundlichen Gesichter blickt, erkennt man die Kraft, die sie ausstrahlen. Sie ist wie ein Licht im Dunkeln, das uns Pilgern Kraft gibt und uns Trost spendet.

Wir werden nie Einblick in das gesamte Mönchstum bekommen, aber nach einem Besuch auf dem Berg Athos, werden wir dem Herrn näher sein und diese Kraft der Mönche wird unser Leben erhellen, und uns vielleicht die schönen Dinge des Lebens erkennen lassen.

Ein Besuch der Klöster gibt uns das Gefühl des Unveränderlichen, der ewigen Liebe, eine solche Reise hinterlässt Ihre Spuren und schreibt Ihren Text unauslöschlich in unser Lebensbuch. Dies ist das Geschenk der Mönche an uns, weltliche auf unserer Suche nach dem Herrn.